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Im Jahre 1986
gründeten zwei
InderInnen zusammen mit einigen Adivasi in Gudalur
die Organisation ACCOR  D (Action for Community
Organisation,
Rehabilitation and Development). Sie setzten sich zum Ziel, junge Adivasi zu organisieren, um so die
strukturelle, ökonomische und kulturelle Ausgrenzung und
Unterdrückung der Adivasi zu durchbrechen und ihnen
Chancengleichheit in der indischen Gesellschaft zu erwirken. Vorrang
hatte im Bemühen um ökonomische Unabhängigkeit die
Klärung der Landbesitzfrage, da es immer wieder passierte,
daß Land, das durch die indische Gesetzgebung den Adivasi
zugesprochen worden war, enteignet, von Großkonzernen beansprucht [Text hierzu] oder mittels unrechter
Verträge den Adivasi "abgehandelt" wurde. Daher wurde zunächst
eine breit angelegte Kampagne
für Landrechte ins Leben gerufen. Diese fand ihren Höhepunkt
in der ersten Adivasi- Demonstration Indiens am 5.12.1988, an
welcher 10.000 Adivasi teilnahmen. Hierdurch wurden die regionalen
Behörden auf das Problem der Landrechte der Adivasi aufmerksam,
und jeder Adivasi-Familie wurde ein eigenes, bestimmtes Stück Land
zugeteilt.
Nach
diesem ersten Erfolg weitete ACCORD seine Arbeit zu einem umfassenden
Entwicklungs- und Selbsthilfeprogramm aus. Dabei legte ACCORD von
Beginn an Wert darauf, alle Arbeitsbereiche als Selbsthilfe von und mit
Adivasi aufzubauen, also möglichst wenig als Hilfsorganisation
für Adivasi aufzutreten. Derzeit hat ACCORD
insgesamt etwa 150 MitarbeiterInnen, von denen jedoch nur 15
Nicht-Adivasi sind. Auch diese werden sich zurückziehen, sobald
Adivasi selbst die notwendige Ausbildung und Kompetenz erlangt haben,
die entsprechenden Aufgaben zu übernehmen. Finanziell wird ACCORD
unter anderem von Action Aid
(UK), Cordaid (zuvor
Bilance/Cebemo)
(NL) und der Deutschen
Welthungerhilfe unterstützt.
ACCORD arbeitet bzw. arbeitete in folgenden Bereichen:
Einen Überblick über
ASHWINI (Association for Health Welfare in the Nilgiris), das
Gesundheitssystem von ACCORD finden Sie hier (engl.):
Die einzelnen
Arbeitsbereiche werden von einem Verwaltungsteam, das von
MitarbeiterInnen aus jedem Arbeitsbereich beschickt wird, koordiniert.
Alle wichtigen Entscheidungen werden auf monatlich stattfindenden
Vollversammlungen getroffen.
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