Hauptseite der Webarea

Brutaler Übergriff gegen Adivasis im Wynaad

© FIAN.DE



  

 

Zahlreiche Adivasis wurden verletzt oder getötet, als die örtliche Polizei am 19. Februar 2003 wahllos auf eine demonstrierende Gruppe von Adivasi-Familien im Wayanad Naturschutzgebiet schoss. Die Übereinkunft vom August 2001 zwischen der Regierung von Kerala und den Adivasis, den Hungernden Nahrung und Land zu geben, war niemals umgesetzt worden. Daraufhin hatten die betroffenen 1100 Adivasi Familien 20 km² unbewohntes Land im Wayanad besetzt und 750 Hütten aus Protest errichtet.

Hintergrund

Im südindischen Staat Kerala leben 350 000 Adivasis. Diese Ureinwohner Indiens stellen damit ein Prozent der Bevölkerung. Die Mehrzahl lebt verstreut in den westlichen Ghats, einer Bergkette, die an der Grenze zum Nachbarstaat Tamil Nadu verläuft. Die Adivasis sind seit jeher für ihr Überleben auf die Wälder angewiesen. Sie sammeln Waldfrüchte und bestellen Land im Wanderfeldbau. In den letzten Jahrzehnten wurden ihre Wälder und Ländereien enteignet. Der Kampf für die Zurückgewinnung des Landes erreichte seinen Höhepunkt zwischen Juli und Oktober 2001. Lokalen Berichten zufolge starben 32 Adivasis Männer, Frauen und Kinder im Bezirk Wayanad, Palakkad und Kannur an Hunger. Tausende weitere sind Hunger und Unterernährung ausgesetzt. Für diese dramatische Lage wurde die Regierung verantwortlich gemacht, weil sie grundlegende Landrechte ignoriert: Sie hat das Menschenrecht der Adivasis, sich selbst auf ihrem Land zu ernähren, weder geschützt noch respektiert.

      Als Zeichen des Protests gegen die Menschenrechtsverletzungen haben die Adivasis am 30. August 2001 ein "Flüchtlingskamp" von einigen hundert Hütten vor der Residenz des Premierministers errichtet. Die Adivasis haben für ihre Aktion breite Unterstützung aus verschiedenen Gesellschaftsbereichen erhalten; auch aus anderen Teilen Indiens. Sieben Wochen später gab die Regierung den Forderungen der Adivasis nach:

  • Rücknahme des Kerala Act von 1999
  • Bereitstellung von 20 km² Land für alle 55 000 landlosen Adivasis
  • Zuweisung von Geldern für die Wiederaufnahme der Landwirtschaft und die Sicherung ihrer Grundbedürfnisse, so lange sie sich nicht selbst ernähren können
  • Wiedereinsetzung der Landrechte der Adivasis
  • Unterhaltszahlungen, solange sich die Adivasis nicht ausreichend von ihrem Land ernähren können.

Außerdem ist man sich am 20. September darüber einig geworden, sofortige Maßnahmen zur Unterstützung der Adivasis einzuleiten, bis sie ihr Land endgültig zurückerhalten. Hierfür sollten Lebensmittel verteilt und Arbeitsplätze im Forstamt für die Ureinwohner reserviert werden. Darüber hinaus sollten Entwicklungsprogramme für die Adivasis ausgearbeitet und Komitees auf Staats- und Bezirksebene gegründet werden. Zudem sollte die Wiedereinsetzung der vollen Rechte hinsichtlich des Sammelns von Waldprodukten umgesetzt werden und alle Fälle von Ausbeutung, Mord und Vergewaltigung aufgeklärt werden.

Die Nichtumsetzung dieser Übereinkünfte führte zur Landbesetzung in dem Schutzgebiet. Am 4. Januar 2003 besetzten 1000 Adivasi-Familien aus Protest das Land und errichteten über 750 Hütten. Die von der Regierung festgesetzte Frist zur Zuweisung des Landes an die Adivasis war am 31. Dezember 2002 verstrichen. Die Polizei eröffnete am 19. Februar diesen Jahres das Feuer auf protestierende Adivasis. 15 bis 20 Adivasis starben in dem Kugelhagel, offiziellen Berichten zufolge wurden angeblich nur vier bis fünf Ureinwohner getötet.

Mehr ...


 
The line up…
 

The Crime

  • Occupying their ancestral homeland
  • Demanding limited autonomy according to constitutional provisions
  • Demanding implementation of judicial decisions in favour of Adivasis

The Attack

Chasing…

Chasing…

The ‘booty’

Criminals!

The catch!

The ‘work’…

Their homes…

Prize catch!

A bleeding ‘threat to State’…

Breaking bones and bonds

“Ashes are good for you, they said "They are full of minerals …”

“Their ‘work’ abandoned by God, by Marx, by Man … lay folded on the floor, semi-conscious, but wasn’t moving
 

Zur Vorgeschichte des Übergriffs

Berichte von Mari Marcel Thekaekara

Offener Brief von Arundhati Roy

"Tribals cleared from elephant reserve" (Venkitesh Ramakrishnan, BBC)

"Report of the peoples commitee that visited Wyanad on 22. February 2003"

"Privatbrief eines Inders an den Chief Minister of Kerala" (N.N.)

 

 





Homepage der ESG/BRDDas Adivasi-Tee-Projekt ist eine AG der Bundes-ESG