Hauptseite der Webarea

Deutschlandtour der Adivasi 2001

Bericht von Kurt Bühner





 
 
  

Kurze Vorrede

Liste der Teilnehmenden

Vorgeschichte der Reise

Vorbereitung der Reise

Programm der Reise

Nachbereitung der Reise

Weiterarbeit

Kritische Bewertung

Vorschläge an den ABP


0. Kurze Vorrede


“Chilli and sugar” – Nach 1997 und 1999 veranstaltete das Adivasi-Tee-Projekt im Sommer 2001 nun schon zum dritten Mal eine entwicklungspolitische Begegnungsreise. In ihrem Mittelpunkt standen Veranstaltungen unterschiedlichsten Charakters, die wir in Kooperation mit unseren Partnerinnen und Partnern von AMS/ACCORD aus Gudalur durchführten. Da war der 29. DEKT in Frankfurt, das Seminar in der evangelischen Akademie Bad Boll zum Thema “das Überleben indigener Völker in einer globalisierten Welt – Adivasi zu Gast in Deutschland”, die Besuche in den befreundeten Schulen, Weltläden und Kirchengemeinden und auch die gemeinsame Sommerschule des Gesamtprojektes. Es gab etliche events, deren Ziele vor allem die entwicklungspolitische Bildung und die Begegnung der verschiedenen Kulturen miteinander waren. Die persönliche Begegnung und die darin begründeten Freundschaften und Beziehungen bilden nach wie vor die Hauptmotivation für die Zusammenarbeit von Inder/innen und Deutschen. Von der vergangenen Reise handelt der vorliegende Bericht.

1. Liste der Teilnehmenden an der Begegnungsreise


Für das Supportteam:
  • Herr B. Ramdas - Lehrer, 10.06.1951
  • Frau Rama Sastry -Schulleiterin, 10.02.1956

Für das Adivasi-Team:

Bei der Auswahl wurde eine gemischtgeschlechtliche Gruppe ausgesucht, die die unterschiedlichen Arbeitsbereiche des AMS/ACCORD Teams in etwa abdeckt.
  • Herr M.K. Ravi - Senior Coordinator - Coordination Team, Pattavayal Area, Mullakurumba-Tribe, 20.03.1965
  • Frau Sita - Krankenschwester im Gudalur Adivasi Hospital, Devala Area, Paniya Tribe
  • Herr B. Sreedharan - Barfußarzt, Devarshola Area, Mullukurumba Tribe, 02.04.1965
  • Herr C.S. Kalaiarasan - Animator, Pattavayal Area, 04.04.1960
  • Frau K.A. Ambika – Krankenschwester im Gudalur Adivasi Hospital, Erumad Area, Mullukurumba Tribe, 07.04.1970
  • Herr V.K. Gopalan - Animator, Ayyankolly Area, Paniya Tribe, 25.06.1967

Für die AG Indienprojekt der ESG/ Adivasi-Tee-Projekt:

Bei der Auswahl wurde auf die gleichmäßige Verteilung der Gebiete und Städte, aus denen die Mitglieder des Indienprojektes kommen, sowie auf eine ausgewogene Beteiligung von Männern und Frauen der Gesamtgruppe geachtet.
  • Bettina Schottner, Studentin, Marburg
  • Kurt Bühner, Theologe, Stelleninhaber des ATP, Schorndorf
  • Ulrike Schröder, Musikwissenschaftlerin, Görlitz
  • Andreas Dohrn, Pfarrer, Stollberg (Erzgebirge)
  • Hedwig Diekwisch, Studentin, Bielefeld
  • Anne Katrin Dietrich, Studentin, Heidelberg
  • Dörte Bester-Twele, Theologin, Tübingen
  • Christiane Fischer, Ärztin, Hamm

2. Vorgeschichte der Reise


1991 ergaben sich erste persönliche Kontakte mit der Organisation, als zwei Mitglieder unserer Gruppe in dem Krankenhaus von ACCORD famulierten. Diese fanden ihren ersten Niederschlag in einer Partner/innenarbeit mit der aESG Heidelberg.

       Aufgrund dieser persönlichen Kontakte und der Partnerschaft mit der aESG lud die Ökumenekommission der Bundes-ESG 1994 Shylaja Devi Menon (Ärztin), Mari Thekaekara (Journalistin), Stan Thekaekara (Sozialarbeiter) und Nandakumar Menon (Arzt) zu einer Delegationsreise nach Deutschland ein. Gemeinsam mit Mitgliedern der Ökumenekommission besuchten sie während ihres vierwöchigen Aufenthaltes ESGn, Weltläden und Organisationen wie die Indienhilfe und die gepa.

       Bei der Auswertung dieser Rundreise kamen wir zu dem Schluß, daß wir unsere Zusammenarbeit intensivieren sollten, da alle Beteiligten davon überzeugt waren, daß Ökumenearbeit in dieser Form ganz konkret geleistet werden kann.

       In der Folge wurde 1994 auf der Delegiertenversammlung der ESG ein Antrag auf Einrichtung des Indienprojektes gestellt, um dieser Arbeit einen eigenen Bereich innerhalb des ESG-Gesamtverbandes einzuräumen. Diesem Antrag wurde stattgegeben.

       1995 kamen Stan Thekaekara und seine Frau Mari, GründerInnen von ACCORD, im Rahmen einer Armutsevaluierung in Großbritannien auch nach Deutschland und gestalteten Ende November ein Seminar des Indienprojekts in Heidelberg mit. Dort wurde beschlossen, den Kirchentag 1997 für Öffentlichkeitsarbeit des Indienprojektes zu nutzen. Im Laufe weiterer Treffen und insbesondere bei der ACCORD-Delegationsreise 1996, bei der vier Mitglieder des Support-Teams von ACCORD u.a. die Delegiertenversammlung der Bundes-ESG inhaltlich mitgestalteten, ergab sich in weiteren Gesprächen, daß der nächste logische Schritt sei, die nächste Reise unbedingt mit Adivasi durchzuführen, da ACCORD plant, daß sämtliche Arbeitsbereiche von den Adivasis selbst übernommen werden, gehören hierzu auch die internationalen Beziehungen.

       Nach 1997 und 1999 wollten wir nun auch wieder anlässlich des 29. DEKT 2001 in Frankfurt wiederum eine entwicklungspolitische Begegnungsreise durchführen. Eine der wichtigsten Zielsetzungen des Adivasi-Tee-Projektes ist es ja, den Adivasi in Deutschland eine Plattform zu schaffen, auf der sie selbständig über ihre Situation berichten können. Außerdem war es die Erkenntnis, dass unsere Freundschaft und Partnerschaft, will sie lebendig bleiben, den direkten Austausch und die persönliche Begegnung braucht. Deshalb beschlossen wir im Juli 2000 auch zum Kirchentag 2001 wiederum eine Adivasi-Delegation aus Gudalur einzuladen.

3. Vorbereitung der Reise


Stan Thekaekara, Mitgründer von ACCORD, war im Anfang Juli 2000 auf unserem Projekttreffen in Hamm zu Gast. Zusammen mit ihm beschlossen wir aus den oben genannten Gründen wiederum eine Delegation aus Gudalur nach Deutschland einzuladen. Es war uns ein wichtiges Anliegen, dass uns dieses Mal eine gemischtgeschlechtliche Gruppe, die die verschiedenen Arbeitsbereiche von ACCORD/AMS abdeckt, besucht. Für unsere eigene inhaltliche Vorbereitung und Weiterbildung veranstalteten wir noch vom 6.-8. Oktober 2000 ein Seminar zum Thema “Verschuldung und Globalisierung” in der Kommune Niederkaufungen. Zur weiteren organisatorischen Vorbereitung des Reiseprogramm der entwicklungspolitischen Begegnungsreise hatten wir im Vorfeld 3 Arbeitstagungen: vom 17.-19. November in Hamburg, vom 26.-28. Januar in Marl und vom 27.-29. April in Göttingen. Diese Treffen dienten dazu, den Ablauf der Delegationsreise in allen planbaren Einzelheiten vorzubereiten und mit den zwischen den Treffen ankommenden Informationen aus Indien und sich ergebenden Änderungen auf deutscher Seite abzugleichen. Zu diesem Zweck wurden wiederum die wichtigsten Teile unserer Protokolle ins Englische übersetzt und nach Indien geschickt. Auf jeder Arbeitstagung wurde außerdem ein inhaltlicher Input zur entwicklungspolitischen Bildung gegeben: z.B. zur Diskussion um eine nachhaltige Entwicklung oder die neuesten Entwicklungen auf dem Arzneimittelmarkt. Die Gruppe entwickelte einen Adivasi-Tee-Projekt-Koffer als ein medienpädagogisches Unterrichtsmaterial, der sich auf der Tour überaus bewährt hat. Auch in Indien fanden, teilweise mit Besuch aus Deutschland, mehrere Vorbereitungstreffen statt, bei denen sich die Delegationsteilnehmer/innen über Deutschland informierten. Unsere Videokassette, die wir schon zur Vorbereitung der Gruppe von 1997 nach Indien schickten erfreut sich immer noch großer Beliebtheit. Weiter wurde versucht über Fax, Telefon und vor allem email, möglichst viel Vorbereitung zu koordinieren.

       Die indischen Delegationsteilnehmer/innen konnten sich dieses Mal sehr gut und speziell auf die einzelnen Veranstaltungsteile vorbereiten, da wir bei den Besuchen in Gudalur im Januar und März genaue Absprachen über die jeweiligen Verantwortlichkeiten dafür festlegen konnten.

4. Das Programm der entwicklungspolitischen Begegnungsreise


Spannend im Vorfeld war für die deutschen Gastgeber/innen und Delegationsteilnehmer/innen die Frage wie wohl die praktische Gestaltung der Reise einer gemischtgeschlechtlichen Gruppe aussehen würde. Es stellte sich jedoch bald heraus, dass kein Grund zur Sorge bestand, da sich die Gruppe aus Indien diesbezüglich als überaus “pflegeleicht” erwies. Solange genügend “chilli und sugar” im Haus war, gab es keinerlei Grund zur Beunruhigung.

7.-13. Juni:
Am Donnerstag, den 7. Juni 2001 um 9.45 Uhr MEZ landete die Delegation aus Gudalur, Tamil Nadu in Düsseldorf. Zunächst einmal war die gesamte Gruppe und die deutschen Begleiter/innen zum Brunch ins Marler Pfarrhaus eingeladen. Aus verschiedenen Gründen teilten wir die Delegation in 2 Gruppen zu je vieren, die bis zur Abreise zum DEKT nach Frankfurt sowohl in Marl aus auch in Hamm untergebracht waren. Nur so konnte der Transport, die Unterbringung und sonstige Logistik bewerkstelligt werden. Zur sog. Südgruppe gehörten Rama, Seetha, Gopalen und Sreedharan, zur Nordgruppe Ramdas, Kalairasan, Ravi und Ambika.

Vom 7.-13. Juni in Hamm (Nordgruppe)
Zur Akklimatisierung gab es in den ersten Tagen weniger Programm. Allerdings war da schon am Freitag ein kurzer Empfang beim Hammer Bürgermeister, der ihnen das Stadtwappen überreichte. Es kam zur Diskussion über die regionalen Probleme des Ruhrgebiets, dass sich noch immer in der Phase der Umstrukturierung einer Bergbauregion befindet und von hoher Arbeitslosigkeit betroffen ist. Hamm ist vom Abbau von Arbeitsplätzen im Bergbau besonders betroffen. In dieser Zeit bis zum 13. Juni gab es auch ein gemeinsames Willkommensfest in der Hammer Kommune. Wie bei den vorigen Reisen machten wir auch dieses Jahr sehr gute Erfahrungen mit der privaten Unterbringung. Die Adivasi fühlten sich bei Familien am Wohlsten. Ein solches Wohnen bleibt natürlich nicht verborgen: Freunde und Freundinnen kommen zu Besuch, Nachbarn fragen nach der Herkunft der Gäste, schon der Gang in den Supermarkt oder den Markt wird zum Erlebnis. Es kommt zu zahlreichen interkulturellen Begegnungen im Alltagsgeschehen. Am Samstag waren für beide Gruppen Ausflüge in die Region angesagt: die Hammer Gruppe fuhr nach Münster, der Stadt des Westfälischen Friedens, um im Schlosspark zu picknicken, den Dom und die astrologische Uhr, die Altstadt und beim Eis die Fahrradrikshas zu bestaunen. Da Markttag war, erregte die hochmoderne Straßenkehrmaschine, die in einer halben Stunde den gesamten Domplatz vom Unrat befreite, schockiertes Staunen. Wie vielen Menschen hätte man in Indien dafür Arbeit und Lohn gegeben! Es entspann sich ein kritisches Gespräch über die Ursachen für Arbeitslosigkeit und Armut in Deutschland und Indien. Am Montag Vormittag waren wir das erste Mal in einer Schule: nämlich in einer 4. Klasse bei Frau Wedi-Gütebier in Fraukes Grundschule. Frauke ist eines der Kinder, die ebenfalls in der Hammer Kommune wohnen. Der deutsche Schulalltag war für die Adivasi zu Anfang etwas befremdlich. Doch legte sich das als sie ihre mitgebrachten Ausstellungsgegenstände zeigten und wir langsam ins Gespräch kamen.

       Am Nachmittag waren wir in Maltes Kindergarten. Malte ist Fraukes Bruder und der Kindergarten ist gleichzeitig ein Kinderhort, so dass wir einige der Schüler/innen vom Vormittag wieder trafen. Die Kinder zeigten sich vom mitgebrachten Adivasibogen und den Geschichten, die die Adivasi von ihrer Art des Zusammenlebens erzählten, überaus beeindruckt. Selbst Kinder dieses Alters können auf spielerischem Weg in Inhalte entwicklungsbezogener Bildung eingeführt werden. Am Dienstag waren wir in einem Hammer Gymnasium in einer achten und zehnten Klasse, was ebenfalls sowohl Schüler/innen als auch Unterrichtende (Inder/innen) interessanter fanden als eine “normale” Unterrichtsstunde. Es zeigte sich wiederum wie gut die Inder/innen die Brücke zur anderen Kultur schlagen können und wie gut sich globale Themen an die Adivasi-Lebensart anschließen lassen. Abends stellten wir das Projekt in der FugE, dem Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung einem großen Kreis Interessierter vor. Wie auch auf allen anderen Teilen der Tour, konnten wir eine große Presseersonanz verzeichnen.

Vom 7.-13. in Marl (Südgruppe)
Auch in Marl wurde die Gruppe am Freitag (8.6.) ebenfalls vom Bürgermeister in der Stadt willkommen geheißen. An seine Frage nach dem Ziel ihrer Reise entspann sich ein interessantes Gespräch über den Fairen Handel, die Globalisierung, die auch das Ruhrgebiet stark betrifft (seit die Kohle aus Australien billiger auf dem Markt ist, was zur Stillegung vieler Gruben geführt hat) und weitere Inhalte der entwicklungspolitischen Bildung. Des Weiteren besuchten sie am Freitag die Akademie für Ältere in Marl. Von der Idee einer Fortbildung von Senioren in einer solchen Akademie zeigten sie sich begeistert.

       Die Marler Gruppe fuhr am Samstag (9.6.) nach Dortmund, um im Bergbaumuseum Land und Leute und die Probleme der Region verstehen zu lernen. Ihr Gastgeber in Marl, Gemeindepfarrer und aus Dortmund stammend, und erwies sich dabei als überaus kompetenter Reiseführer. Am Montag war auch die Südgruppe im Kindergarten, der sich in kirchlicher Trägerschaft befindet. Am Dienstag besuchte sie unter Führung eines der Gemeindeglieder das städtische Krankenhaus. Eine bewegende Begegnung ergab sich mit einer Gruppe älterer Menschen, in der die verschiedenen Auffassungen von Alter in verschiedenen Gesellschaften ausgetauscht.wurden. Eine ähnliche Erfahrung machte die Gruppe bei einem Vortrag in einer kirchlichen Akademie für Ältere.

       Sonntags kam es zu einem interreligiösen Gottesdienst und einem anschließenden Gespräch und Austausch mit der Gemeinde. So fand ein guter interreligiöser Dialog statt.
       Am Sonntagnachmittag traf sich die Gesamtgruppe im Marler Pfarrhausum die Fahrt zum Kirchentag nach Frankfurt inhaltlich und organisatorisch noch einmal durchzusprechen.

29. DEKT vom 13.-17. Juni 2001 in Frankfurt am Main (Gesamtgruppe)
Nach den Tagen des Einlebens und letzter Vorbereitungen fand vom 13.-17, Juni 2001 als einer der Höhepunkte der Reise die gemeinsame Teilnahme am Kirchentag in Frankfurt mit verschiedenen Beiträgen der Gruppe statt. Auch dieses Jahr wollten wir gerne den Kirchentag als einen Teil unserer Kultur und insbesondere unserer Sozialisation gemeinsam mit der Adivasigruppe erleben. Gleichzeitig bot der Kirchentag ein ideales Forum für die Adivasi sich vor einer größeren Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen. Am Abend der Begegnung zogen wir n die Innenstadt Frankfurts, um an geeigneten Stellen Straßenmusik und mit Flugblättern auf unsere Veranstaltungen aufmerksam zu machen. Wiederum hatte uns das Gasthaus Ökumene eingeladen. Dabei bot sich die Gelegenheit am Donnerstag einen Stand im “global youth village” zu gestalten. Alle zeigten sich überaus begeistert von der lebendigen und schönen Atmosphäre im Gasthaus Ökumene.

       Zwischen Ständen orthodoxer Kirchen aus Eritrea und Äthiopien entstand die Atmosphäre eines interkulturellen Festes, auf dem es an Trommeleinlagen und anderen Darbietungen musikalischer Art nicht fehlte. Der Stand bot sich gleichzeitig als Treffpunkt und Ausgangspunkt für das gesamte Adivasi-Tee-Projekt an. Am Stand luden wir vorbeikommende Besucher/innen auf eine Tasse Tee ein, kamen in internsive Diskussionen über unsere Arbeit, nützten die Gelegenheit mit den Adivasi Ausflüge auf den benachbarten Markt der Möglichkeiten zu machen und dabei bekannte und interessante Partner/innen zu besuchen. Besonders interessierte sie dabei natürlich der Themenbereich “Eine Welt”. Der Stand, den wir mit reichhaltigen Ausstellungsgegenständen, Bildmaterialien und Texten ausstatten konnten, eignete sich hervorragend, um beim Gespräch über die Herkunft des Tees Bilder vom Projekt in Indien zu zeigen, auf unser weiteres Kirchentagsprogramm hinzuweisen, unsere neuesten Publikationen, wie die ESG-Ansätze 5/2001 und Mari Marcel Thekaekaras “Das doppelte Auge” unters Volk zu bringen. “Das doppelte Auge” ist der Erfahrungsberich t, der unsere erste entwicklungspolitische Begegnungsreise 1997 zum Inhalt hat. Mari Marcel Thekaekara hat die Erfahrungen von Deutschen und Inder/innen gesammelt und zu einem überaus interessanten und lesenswerten Büchlein zusammengefasst.

       Besonders gefreut hat uns, dass wir im “global youth village” neben den Schüler/innen der Schulprojekte aus Bretten und Lauffen (Neckar) sehr viel junge Besucher/innen an unserem Stand zu Gast hatten. Auf der Abschlussevaluation wurde der Stand auf dem “global youth village” des Gasthaus Ökumene von unseren Gästen als eines der herausragenden Ereignisse der diesjährigen Tour gewürdigt. Es bestand der einhellige Wunsch sich erneut beim Gasthaus Ökumene, um eine solche Möglichkeit zu bewerben.

       Wie schon erwähnt, erlebten unsere Gäste den Markt der Möglichkeiten als überaus gute und reiche Gelegenheit sich über Organisationen zu informieren und (teilweise auch alte) Freund/innen und Partner/innen zu treffen.

       Das Adivasi-Tee-Projekt ist als AG Indienprojekt nach wie vor eine wichtige Arbeitsgruppe innerhalb des Bundesverbandes der Evangelischen Studentengemeinden in der BRD. Wir sehen es als eine wichtige Aufgabe an, in diesem Kontext immer wieder entwicklungspolitische Akzente zu setzen. Deshalb waren wir auch dieses Jahr wiederum beim Tag der ESG auf dem Hochschulzentrum im Studierendenhaus des Asta der Uni Frankfurt aktiv. Thema des Tages war die “Bildung im internationalen Kontext”. Nach der Bibelarbeit, die von Ofelia Ortega aus Kuba, Rama Sastry und einem Vertreter der ESG als gemeinsame Dialogbibelarbeit gestaltet wurde, gab A. Ambika (AMS) einen 20 minütigen Erfahrungsbericht zur Aufgabe der Bildung an der Graswurzelebene in der Arbeit des AMS in Gudalur.

       Am Nachmittag kam es zu einem Theateraustausch zwischen drei Theatergruppen: a) der der ESG, die ein Stück zum Thema Studium in Deutschland “Die Wahl zur Miss-Bildung” aufführte, b) die Adivasi-Theatergruppe “Putheri” und c) der Theatergruppe “Schluck und Weg”, der BUKO-Pharma-Kampagne, die die Entwicklungen in der aktuellen internationale Arzneimittelpolitik auf die Bühne brachte.

       Im Forum: Gerechte Bildung in einer globalisierten Welt gestalteten wir den Workshop 3 zum Wert der Bildung in den sog. “Entwicklungsländern”. Als Ergebnis dabei kann festgehalten werden, dass sich Ziele und Inhalte der Bildung und die Priorität, die den unterschiedlichen Bildungsinhalten zu gemessen wird, unterscheiden. So waren sich die Adivasi und ihre Begleiter/innen schnell einig, dass für sie die Erziehung und Bildung der Basis und an der Basis einer Schulung von hochqualifizierten Hightech-Spezialisten, wie z.B. die der indischen Computerspezialisten der IT-Branche vorzuziehen ist. Ramdas berichtete, dass sich das Bildungssystem in Indien in den letzten Jahren seit der Öffnung des indischen Marktes für ausländisches Kapital 1991 vor allem aber an der Schulung einer sowieso schon bevorzugten, hochqualifizierten Elite ausgerichtet hat. Vergessen wurde dabei, dass der sog. “primary education” eigentlich ein viel höherer Wert zukommen müsste. Ein Student aus dem Sudan erzählt von seiner Heimat und dem schon seit Jahrzehnten andauernden Bürgerkrieg. Die Adivasi sind schockiert. Wir alle wissen, ohne Frieden kann dem unbeschreiblichen Elend unmöglich abgeholfen werden. Bildung ist in weite Ferne gerückt.

       Der Tag wurde mit einer interkulturellen, interreligiösen liturgischen Feier beschlossen, an der sich die am Tage mitwirkenden Gruppen beteiligten. Am Samstag stellten wir im Rahmen einer Veranstaltung im Gasthaus Ökumene unser Buch “Das doppelte Auge – Adivasi bereisen Deutschland” und die dabei gemachten interkulturellen Erfahrungen vor.

       Bei allen Veranstaltungen auf dem Kirchentag legten wir besonderen Wert auf die entwicklungspolitischen Aspekte und das Thema der globalen Gerechtigkeit. Besonders möchte ich hierbei erwähnen, dass die Gruppe nahezu bei allen Veranstaltungen von zwei Gruppen von Schüler/innen (7 aus Bretten und 6 Lauffen) und ihren Lehrer/innen tatkräfig unterstützt und begleitet wurden. Die Schüler/innen aus der achten bzw. zehnten Klasse wohnten bei uns im selben Quartier, ergriffen die vielfältig gebotenen Möglichkeiten, Adivasi-Tee zu kochen und halfen bei allen logistisch und organisatorisch notwendigen Aktionen. Dabei kam es zu einem überaus regen Austausch zwischen der Delegation und ihnen. Die Möglichkeiten der Vertiefung ihres Austausches und der Zusammenarbeit wurden bis weit in die Nacht diskutiert. Obwohl die Schüler/innen erst keine Lust auf den Abschlussgottesdienst hatten, kamen sie der Inder/innen wegen mit ins Frankfurter Waldstadion. Für uns alle wurde dieser Gottesdienst zu einem intensiven Erlebnis. Die Adivasi und die Schüler/innen zeigten sich beeindruckt von der politischen Dimension des interreligiösen Gottesdienstes, die sie so nicht erwartet hätten. “Sharing the cup of wine” erinnerte die Adivasi an ihre Dörfer und ihre Kultur des Teilens.

Vom 17.- 21. Juni in Hamburg: Das “Tor zur Welt” in Deutschland (Nordgruppe)
Der Besuch bei der diakonischen Basisgemeinschaft “Brot und Rosen” in Hamburg hat schon Tradition. Die Basisgemeinschaft beschäftigt sich mit dem Flüchtlingsthema und lebt jeweils als Gemeinschaft mit Flüchtlingen aus aller Herren Länder zusammen. Für die Adivasi und ihre deutschen Begleiter/innen war es eine sehr interessante Erfahrung mit Flüchtlingen zusammenzuleben. Die Adivasi haben so zuvor noch keine derartige Erfahrung mit Flüchtlingen und dem Thema Migration als einem Phänomen der Globalisierung gemacht. Am Montag (18.6.) besuchten wir unter der Führung einer in der diakonischen Basisgemeinschaft lebenden Migrantin aus Ghana ein Altenpflegeheim. Für die Gruppe war sehr schnell klar, dass so etwas mit ihren alten Menschen nicht geschehen durfte. Die Motivation zum Erhalt ihrer Kultur und Wertschätzung ihrer Lebensform, in der alte Menschen noch in das Leben der Familie integriert sind, kam überaus deutlich zum Vorschein. Der Besuch auf der Terrasse, die einen direkten Blick auf den auf der anderen Seite der Straße liegenden Friedhof bietet, tat ein übriges dazu.

       Danach nahmen wir die Einladung vom Eine-Welt-Laden “Brahmfelder Laterne” an. Das Ehepaar Jähn, das im Weltladen auch eine Schulberatungsstelle mit großer Mediothek betreibt, verwaltet gleichzeitig unsere Ausstellung und eine selbst erarbeitete Infobox zum Projekt.

       Am Dienstag Vormittag (19.6.) besuchten wir die naheliegende Grundschule, versetzten die Schüler/innen mit Pfeil und Bogen, Sarees und Dhotis in Erstaunen, kochten Tee und erzählten dem interessierten Publikum vom Leben der Adivasi. Am Abend gestalteten wir den jede Woche stattfindenden “offenen Abend” der diakonischen Basisgemeinschaft, indem wir Indisches kochten, Dias zeigten, über die neuesten Entwicklungen im Projekt berichteten und zur Diskussion über Gerechtigkeit einluden. Der gelungene Versuch der von AMS/ACCORD die Armut unter den Adivasi der Nilgiris erfolgreich Armut zu bekämpfen, fand besonders bei den in der Basisgemeinschaft lebenden Flüchtlingen einhellige Zustimmung. Die Veranstaltung mit über 30 interessierten Gästen aus dem befreundeten Umfeld der Gemeinschaft wurde als rundum gelungen empfunden.

       Am Mittwoch unternahmen wir mit den Menschen aus der Gemeinschaft einen Ausflug in den Hamburger Hafen. Staunend beobachteten die Adivasi und ihre Begleiter/innen mit welcher Geschwindigkeit Ladekräne, die anliegenden, riesigen Containerschiffe be- und entladen. Uns allen wurde klar, dass Globalität und Globalisierung unumkehrbare Zustände sind. Entscheidend ist die Analyse, welche Auswirkungen – sowohl positiver als auch negativer Art – sie auf die jeweiligen Lebensumstände haben und eigenständig Lösungskonzepte gegen die nicht gewollten Auswirkungen zu entwickeln. Wie fruchtbar und wichtig ein solcher Austausch zwischen Basisgemeinschaft und ACCORD/AMS ist, wurde dabei deutlich.

Vom 21.-26. Juni in Bielefeld/ Gütersloh (Nordgruppe)
Am nächsten Tag (21.6.) fuhren wir gen Bielefeld, um am Abend mit Dias im Welthaus über die neuesten Entwicklungen im Projekt zu berichten. Am Freitag fand ein Besuch im Kindergarten, im Altenheim und beim Seniorencafe statt. Am Samstag besuchten die Adivasi das FreilicHTMuseum in Detmold und waren sehr beeindruckt über die Art, wie im Museum die Tradition und die Kultur des Zusammenlebens der Vergangenheit aufgearbeitet ist. Am Nachmittag stellte sich Besuch von langjährigen Bekannten aus Emsdetten in Gütersloh ein. Der Kontakt entstand 1997 beim Gemeindefest in Emsdetten, als Erika Engelbrecht noch in Emsdetten Pfarrerin war. Als bekannt wurde, daß sich wiederum Adivasi und Ramdas, der schon 1997 in Emsdetten war, in Gütersloh aufhielten, verstand es sich von selbst, nach Gütersloh zu kommen, um die Delegation zu treffen.

       Am Sonntag fand in der Gütersloher Gemeinde Erika Engelbrechts ein entwicklungspolitischer Gotesdienst mit anschließendem Gemeindeabendessen statt.

       Am Montag besuchten die Adivasi zusammen mit Olaf Dieckwisch die Bielefelder Krankenanstalt Gilead, in der Olaf zuvor jahrelang gearbeitet hat. Zu Mittag begegneten sie Schüler/innen des Bielefelder Helmholtzgymnasiums, die sie spontan zum Mittagessen einluden. Der Kontakt zu den Schüler/innen hatte sich spontan am Donnerstag Abend im Welthaus ergeben, in dem auch einige Schüler/innen waren, die sich nochmals mit den Inder/innen treffen wollten. Hieran zeigte sich wieder deutlich, wie sich Jugendliche für entwicklungspolitische Themen begeistern können, wenn sie konkreten Menschen aus einem konkreten Projekt begegnen. Eine modellhafte Übertragung der Inhalte auf andere und neue Themenkomplexe findet hierdurch statt.

Vom 26.-29. Juni zu Gast beim Schulprojekt in Lauffen (Neckar) (Nordgruppe)
Die sog. Nordgruppe fuhr am Dienstag von Bielefeld nach Lauffen weiter, wo sie bei Heiko Bluhm, einem langjährigen Mitglied des ATP, der dort als Lehrer arbeitet, zu Gast war.

       Ramdas äußerte sich tief beeindruckt über den Unterrichtsbesuch in der 10. Klassse am Mittwoch: “Heiko [der Lehrer] has taken a lot of trouble to prepare the children. In 5 groups he led them to discuss about themselves, about their visions, values, money, school, leisure time, environment, future, fears, drugs, to be handicapped, their feelings, war.” Es zeigte sich in der gemeinsamen Diskussion, dass die größte Angst der Kinder, die vor Krieg war. Das intensive Gespräch musste aus unterrichtstechnischen Gründen leider nach zweieinhalb Stunden abgebrochen werden.

       Am Donnerstag Vormittag hatte die Delegation die Möglichkeit eine örtliche Behindertenwerkstatt in Lauffen zu besuchen. Den Versuch, Behinderte zu integrieren und sinnvoll mit ihnen zu arbeiten finden sie äußerst interessant und ansprechend, weil Behinderte in Indien “at a total loss” sind. Durch Besuche solcher Institutionen werden jeweils intensive Diskussionen angeregt und der Lebenskontext der PartnerInnen plausibel. Auch diskutierten wir danach jeweils intensiv über die empfundenen Stärken und Schwächen der je anderen Gesellschaft. Dieser interkulturelle Austausch über unsere Werte ist ein wichtiger Teil der Begegnungsreise.

       Am Abend fand eine Veranstaltung im Weltladen von Lauffen statt, bei der die Adivasi von ihrer Arbeit und den neuesten Entwicklungen auf ihrer Plantage berichteten. Es bleibt festzuhalten, wie überaus wichtig ein solcher Besuch für eine Weltladen Gruppe ist, die so die Gelegenheit bekommt, ihre Produzent/innen und Partner/innen selber kennen zu lernen, und zu erfahren, welche Auswirkungen, der faire Verkauf ihrer Produkte auf ihr Leben hat.

       Um einen Eindruck von der Region und ihren Produkten zu bekommen, besuchte die Gruppe in Lauffen natürlich auch einen Weinberg.

Vom 17.-20.Juni in Zell am Hammersbach (Südgruppe)
Auch in Zell war ein Besuch im örtlichen Schulzentrum angesagt, bei dem die Delegation vom Schulleiter begrüßt wurde und in verschiedenen Klassen unterrichtete.

       Beim Besuch der Vogtsbauernhöfe im Schwarzwald zeigten sich die Adivasi erstaunt, daß im 17./ 18. Jh. die Bewohner von ihrem Landesfürsten zwangsumgesiedelt wurden, um den Wald vor weiterer Abrodung zu schützen. Viele der bei uns verloren gegangen Lebensweisen, erkannten sie in dem FreilicHTMuseum wieder. Auch hier kam es zu spannenden Diskussion mit den SchülerInnen und der deutschen Gruppe.

Heidelberg am 20. Juni 2001 (Südgruppe)
Nach der Rückkehr von ihrer Famulatur am Gudalur Adivasi Hospital 1991 bauten die beiden Medizinstudentinnen in Heidelberg eine kleine Unterstützer/innengruppe (die Reisgruppe) auf, die das Hospital jahrelang mit einer kleinen Geldsumme regelmäßig unterstützte. Daraus erwuchs die weitere Arbeit der AG Indienprojekt und des Adivasi-Tee-Projekts. Die Reisgruppe funktioniert folgendermaßen: einmal die Woche nimmt die Gruppe eine preisgünstige Reismahlzeit ein als Zeichen der Solidarität mit der reisessenden Bevölkerungsmehrheit auf diesem Planeten ein und sammelt pro Person jeweils den Betrag einer Mensamarke ein. Gegen Ende des Jahres wird diese Summe dann nach Indien überwiesen. Die Partner/innen in Indien waren seit jeher von dieser Form der direkten Unterstützung von studentischer Seite beeindruckt. Aus Zell a. H. war die Gruppe direkt aus dem Schwarzwald nach Heidelberg gefahren, um gemeinsam mit der Reisgruppe zu Mittag zu essen. Abends fand im Rahmen des Plenums des Eine-Welt-Ladens eine Veranstaltung mit Dias etc. zum Projekt in Indien statt. Den direkten Austausch mit den “Supporters” empfanden besonders die Inder/innen als überaus befriedigend.

Zu Gast bei Schüler/innen und ihrer Lehrerin vom 21.- 25. Juni in Karlsruhe und Bretten (Südgruppe)
Es hat sich gezeigt, dass unser Engagement im Bereich des interkulturellen Lernens und der entwicklungspolitischen Bildung eine Politisierung von Schüler/innen bewirken kann, die der gesamtgesellschaftlichen Tendenz der Entpolitisierung vor allem in Schulen entgegensteht. Das Adivasi-Tee-Projekt hat deshalb schon seit längerer Zeit einen Schwerpunkt in seiner Jugendarbeit und dem Engagement in Schulen gesetzt. Nach etwa 2 Jahren der regelmäßigen Besuche und der Zusammenarbeit mit Lehrer/innen hat sich am Melanchthon-Gymnasium in Bretten eine AG “Eine Welt” gebildet, die sich nun als Schülerfirma “Tea Spoons” das Ziel gesetzt hat, die Adivasi durch den direkten Verkauf ihres Tees zu unterstützen und Informationen an andere SchülerInnen und regionale Weltläden etc. zu geben und sich dazu regelmäßig einmal die Woche trifft. Tee war für die Jugendlichen ein idealer Zugang zu entwicklungspolitischem Engagement. Die “Spoonies” hatten zusammen mit ihrer Lehrerin die Adivasi nach Karlsruhe und Bretten eingeladen und für sie die Planung und das Programm übernommen. Ihr Zusammentreffen sowohl auf dem Kirchentag als auch in Bretten/ Karlsruhe haben alle Beteiligten als vertiefend und für ihre Kooperation überaus motivierend verstanden.

       Dabei kam es zu einem regen Austausch sowohl auf einer formellen als auch auf informellen Ebene. Es entstanden Brieffreundschaften.

       Am Donnerstag Vormittag waren die Adivasi zu jeweils zwei Doppelstunden bei der achten und in der sechsten Klasse am Melanchthon-Gymnasium. Dabei zeigten sie Dias, probierten mit den Kindern Dhotis, und Sarees aus, malten sich Bindis auf die Stirn, probierten den mitgebrachten Pfeil und Bogen der Adivasi aus, übten sich im Adivasitanz und im Tragen von Wassergefäßen. Anschließend wurde in der Schulküche für alle Mittagessen und Tee gekocht. Fabian aus der achten Klasse fand das alles “very interesting” und “very nice” und war der Meinung, dass der Besuch der Adivasi bei ihrem Schulprojekt sogar noch besser als der Kirchentag war, weil beide, Schüler/innen und Adivasi, noch mehr Zeit für einander hatten. Die Art, wie die Schüler/innen ihre Englischkenntnisse anwandten und mit den Inder/innen interagierten erstaunte nicht nur ihre Englischlehrerin. Am Freitag Nachmittag schauten sich Schüler/innen und Adivasi das Zentrum für Kunst- und Medientechnologie an. Die Kinder hatten für den Abend ein gemeinsames Essen im Sinne der Nachhaltigkeit und der Lokalen Agenda 21 bewusst mit Spezialitäten aus der Region organisiert.

       Rama stellte bei der Abschlussevaluation der Tour heraus, dass ihre Lehrerin Tina ein besonderes Vertrauensverhältnis zu ihren Schüler/innen aufgebaut hat, das sie so nirgends mehr gesehen hat: “She is like a friend to the Spoonies”. Für sie war es: “very sad to leave the children, very difficult to leave, because the children did so much with us.” Übereinkommend waren alle der Meinung, dass sie gerne noch mehr Zeit mit dem ”Tea-Spoon-Club” verbracht hätten.

       Statements bei der Abschlussevaluation zu den Schulprojekten und der Jugendarbeit:
  • Ambika: “It is very useful to give young people the oportunity to do something useful for others.” We have to create these opportunities.”
  • Rama: ”Relevance to their lives comes only if they do something to others.”
Die Gruppe der Inder/innen kam überin, dass sie: ”they want to ask their youth whether they want to involve German youngsters in their work in the villages.”

Vom 25.-28. Juni zu Gast in Tübingen (Südgruppe):
In Zusammenarbeit mit dem Entwicklungspädagogischen Informationszentrum Reutlingen (EPIZ) führten wir am Montag Nachmittag eine Fortbildung für Multiplikator/innen und Mitarbeiter/innen des EPIZ zum Thema “Eine Teeplantage als Globales Klassenzimmer” durch. Vorgestellt wurde das spannende pädagogische Konzept der Adivasi, in dem sie den zu ihrer Teeplantage gehörenden Wald zum großen grünen globalen Klassenzimmer werden lassen. Die Adivasi führen auf dem Gelände der Madhuvana Tea-Plantage und dem dazugehörenden Wald sog. “children’s camps” durch, in denen sie Kultur und Wissen der Adivasi an ihre Jugend weitergeben.

       Das DIFÄM hatte die Delegation für den Dienstag zu Besuch und Gespräch eingeladen. Besonders spannend waren der Bericht über die Arzneimittelhilfe des DIFÄM und ihre Vergabekriterien. Bildung ist auch in Indien eines der wichtigsten Themen. Die Delegation hat sich deshalb im Vorfeld auch einen Besuch in einer Waldorfschule quasi als Kontrast zu den “normalen” staatlichen Schulen gewünscht. Dieser konnte am Mittwoch in der Tübinger Waldorfschule stattfinden. Nach dem Besuch der Schule und einer interessanten Diskussion mit den Lehrer/innen wurde engagiert über verschiedene pädagogische Bildungs- und Schulkonzepte und welcher Art die Bildung der Zukunft sein sollte diskutiert. Am Abend gestaltete die Gruppe einen Gottesdienst im Kreis der Tübinger Friedensbewegung. Wie auf allen Abschnitten der Tour war die Gruppe auch hier in einer Familie untergebracht.

Vom 28. Juni bis 1. Juli zu Gast bei der Gruppe des Weltladens “El Mundo” in Schorndorf (Südgruppe)
In Schorndorf findet sich eine überaus engagierte Gruppe, die den Weltladen “El Mundo” auf ein neues Fundament gestellt hat. In dieser Gruppe hat sich ein Arbeitskreis von Lehrer/innen gebildet, die sich besonders der Organisation und Durchführung von Schulprojekten hinsichtlich des globalen Lernens verschrieben hat. Die Delegation hatte so die Möglichkeit drei verschiedenen Klassen Unterrichtsbesuche von jeweils 2 Schulstunde abzustatten. Am Donnerstag Vormittag kochten wir in jeweils zwei vierten Klassen mit den Kindern Tee, zeigten, Pfeil und Bogen, probierten Dhoti und Saree an, erzählten vom Leben der Tiere und Menschen in den Wäldern der Nilgiris. Durch diesen praktischen Einstieg konnten wir die SchülerInnen immer für den entwicklungspolitsichen Themankomplex begeistern.

       Die Fahrt ins Mercedes-Benz-Museum diente nicht nur touristischen Zwecken, sondern führte zu einer fruchtbaren Diskussion über Technik und der Notwendigkeit ihrer Beschränkung.

       Am nächsten Tag gestalteten wir in der Realschule in Klasse 5 ein ähnliches Programm, das derart gut ankam, dass uns die Kinder in den nächsten Tagen noch einige Male aufsuchten. Einige brachten sogar ihre Eltern mit, um sie den Inder/innen vorzustellen. Die Klassen waren alle gut auf das Thema Indien und Adivasi vorbereitet. (Gemalte Indienfahnen und das Modell eines Tempels wiesen auf die vorhergegangenen Stunden.) Am Freitag Abend war die Gruppe eingeladen beim 1. Schorndorfer Agenda Fest im Rathaus, mit Ausstellung, Musik, Dias, Gespräch und gemeinsamem Tanz ihr Projekt vorzustellen und damit den Nord-Süd-Aspekt, d.h. den Aspekt des gerechten Ausgleichs zwischen Nord und Süd innerhalb der Diskussion um eine nachhaltige Entwicklung zu verdeutlichen. Ca.80 bis 100 Interessierte waren ins Rathaus gekommen, um den erst vor einem halben Jahr begonnenen Prozess der Lokalen Agenda kennen zu lernen. Ein weiteres Mal hat sich erwiesen, dass sich eine gute Vorbereitung der Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit einer örtlichen Gruppe lohnt. (Zur Veranstaltung siehe Zeitungsbericht in der Anlage.)

Vom 29. Juni bis 1. Juli Seminar in der evangelischen Akademie Bad Boll: “Das Überleben indigener Völker in einer globalisierten Welt” (Nordgruppe)
Ziel des Seminars war es gemeinsam mit den Adivasi über Phänomene der Globalisierung nachzudenken. Dazu boten wir den Adivasi die Gelegenheit, als Hauptreferent/innen mit Kurzreferaten, mit Theaterstücken, Liedern, Musik und Tänzen in Arbeitsgruppen über ihr Leben und ihren Alltag zu berichten. Im Mittelpunkt der Tagung stand die interkulturelle Begegnung mit den Adivasi. Welche Strategien haben sie gegen die Gefährdungen der Globalisierung entwickelt? Welche kulturellen Werte und Traditionen sind ihnen dabei hilfreich? Wie organisieren sie sich? Welche Unterschiede gibt es zu den normalen indischen Gesellschaftsstrukturen (z.B. Kastensystem oder westliche Orientierung) und wie schützen sie sich davor, von diesen vereinnahmt zu werden? Gibt es gemeinsame Probleme und Lösungsansätze indigener Völker? Welche Vernetzungen gibt es und welche können darüber hinaus geschaffen werden? Seminarsprache war Englisch mit Übersetzungshilfen aus dem Tamil/ Malayalam und ins Deutsche.

       Am Freitag Nachmittag kam die “Nordgruppe” aus Lauffen in Bad Boll an. Die Südgruppe stieß am Samstag Nachmittag aus Schorndorf kommend zu den Workshops und dem Fest zur Seminargruppe dazu. Am Freitag Abend gab es zwei Einführungen, sowohl in die Arbeit des Adivasi-Tee-Projektes als auch in die Arbeit von ACCORD/AMS und ins Thema des Seminars (Ravi und Ramdas).

       Nach einem kurzen warming-up gab es am Samstag Morgen drei wichtige Referate:
  • Ramdas: Education and the survival of indigenous languages
  • Ravi: Survival of indigenous livelihood systems (focus: agriculture and forest)
  • Christiane Fischer: Results of TRIPS on the global health situation

Am Nachmittag fanden 4 workshops zu den folgenden Themenbereichen statt:
  • Ambika: The effect of globalization on indigenous health, survival of traditional helth systems
  • Kalairasan: Survival of indigenous cultural forms
  • Networking from the grassroots and self organisation
  • Survival of and as communities – Indian society

Es erwies sich als immenser Vorteil, dass wir weite Teile des Seminars schon in Indien planen konnten, so dass die Adivasi ihre inhaltlichen Inputs schon in Indien vorbereiten konnten.

       Am Abend fand eine große interkulturelle Party statt, auf denen die Adivasi uns ihre Tänze zeigten, wir ihnen Walzer- und Polkatanzen beibrachten. Susanne, eine Teilnehmerin meinte dazu: “Interkulturelles Lernen und die Beschäftigung mit den Seiten der Globalisierung muss nicht immer nur ein Problemwälzen sein, es kann und soll auch Spaß machen. Dazu gehört auch das gemeinsame Feiern, Musikmachen und Spaß haben.”

       Der Sonntagmorgen begann mit einer Naturmeditation und endete mit der Vorstellung der Ergebnisse aus den Workshops des Samstag Nachmittags. Schlussevaluation zu Bad Boll, statements der Delegation:
       Good stay, good food, food adjusted to the Indian taste, good arrangements, good and intensive workshops and discussions. ”This Adivasi-culture is under threat.” Das war eine wichtige Erkenntnis der Adivasi. Sie bildet eine neue Motivation, sich für ihre Kultur einzusetzen, um sie zu erhalten. The evening was very nice: also to learn the German Polka and Waltz. ”But please, don’t send this video tape to India.” ”We want to do again a seminary in Bad Boll.”

       Die ev. Akademie Bad Boll erfasst einen Kreis Interessierter, den wir bisher nur eingeschränkt erreichen konnten. Das Seminar gewann durch seine intensiven und dichten Diskssuionen, die zu einer konkreten Strategieentwicklung führten. Insgesamt denken wir, dass wir wieder ein Seminar dort veranstalten werden.

2. Juli bis 9. Juli: Sommerschule des Adivasi-Tee-Projektes in Schneeberg im Erzgebirge (Gesamtgruppe)
Ganz wichtig war die Sommerschule im Erzgebirge, um ein Zusammentreffen der Gesamtgruppe des Adivasi-Tee-Projektes mit den Teilnehmer/innen der Delegation zu ermöglichen. Zu Spitzenzeiten, wie dem letzten Wochenende waren wir so 35 Menschen im “Huthaus” (ein “Huthaus” ist das Haus, in dem der Gruppenführer einer Gruppe von Bergleuten wohnte). Auf ihr sollte es in erster Linie um die Evaluation der Sommertour 2001, die Bestandsaufnahme der bisher geleisteten gemeinsamen Arbeit und die Begegnung des Gesamtprojektes gehen. Ebenfalls waren viele Menschen anwesend, die obwohl sie nicht die Zeit gefunden hatten bei den bisherigen Stationen der Tour aktiv dabei zu sein, an den bisherigen Erfahrungen der Gruppe teilnehmen wollten. Deshalb führten wir zum bereits bestehenden Programm eine einstündige regelmäßige Einheit am Morgen ein, in der wir gezielt über einzelne Reiseabschnitte erzählten. Dazu führten sowohl Inder/innen als auch Deutsche sogenannte Interviews mit Einzelpersonen der Gruppe durch, in denen auch persönlichere Fragen gestellt wurden. Von indischer Seite besonders häufig wurde die Frage nach der persönlichen Motivation, beim Adivasi-Tee-Projekt mitzumachen, gestellt. Diese Interviews dienten dem besseren, d.h. persönlicheren Kennenlernen der Gruppe.

       Dazu machten wir an allen Tagen Ausflüge in die nähere Umgebung: 1.) das Erzgebirge ist eines der ältesten Erzabbaugebiete in Deutschland. Seit 1500 wurden hier verschiedenste Erze abgebaut (Kobald, Silber, Kupfer etc.). Im Laufe der Woche machten wir verschiedene Exkursionen, um z.B in 80 Meter Tiefe einen ehemaligen Grubenschacht zu begehen und einen modernen Steinmetzbetrieb zu besichtigen. Die so erfahrenen Lebenskontexte wurden in Nachmittagseinheiten, in denen wir gobale Armutsanlys betrieben, intensiviert. Strategien zur Bekämpfung der Armut wurden entwickelt.

5. Nachbereitung

Am Wochende in Schneeberg 7./8. Juli fand die Evaluation der gesamten Tour statt. Noch weitere Mitglieder des ATPs stießen zur Gruppe dazu. Im zweiten Teil diskutierten wir auch Fragen der weiteren Zusammenarbeit. Insbesondere spielte dabei eine Rolle, welche Zielgruppen das Adivasi-Tee-Projekt auf welche Art und Weise ansprechen sollte (Eine-Welt-Gruppen, Kirchengemeinden, SchülerInnen, Kommunen). Es wurde betont, daß die Multiplikatorenwirkung dieser Begegnungsreise für beide Seiten als sehr hoch einzuschätzen sei. Besondere Beachtung fand unsere Schüler/innenarbeit in den verschiedenen Schulprojekten (siehe dazu auch Ramdas Bericht).

       Auf der Tour konnten alte Verbindungen zur gepa und zur ESG (auf dem Kirchentag) vertieft werden. Alle diese Kontakte werden auf lokaler Eben weitergepflegt, auch um unser Informationsmaterial zu verbreiten. Die Multiplikatorenwirkung besteht auch für die Adivasi selbst: 6 von insgesamt 18.000 haben von vielen ermutigenden Eindrücken zu erzählen. Auch auf bundesstaats- und nationaler Ebene wird die Wirkung nicht zu unterschätzen sein, da AMS und ACCORD in zahlreichen Netzwerken vertreten sind. Dies wird auch aus dem Bericht deutlich, den die Delegation nach ihrer Rückkehr erstellt hat.

       Unsere Zielvorstellungen, den Adivasi Gehör zu verschaffen, einen Austausch mit diesem Projekt zu beginnen und eine gleichberechtigte Partnerschaft mit den Adivasi selbst ins Leben zu rufen, sind ausnahmslos erfüllt worden.

       Auch die entwicklungspolitischen Fragestellungen zum Welthandel (insbesondere die Rolle und die Einflüsse der WTO), zur Armutsanalyse sowie zu globalen Ursachen und Möglichkeiten der Bekämpfung von Armut wurden nach Ansicht aller Beteiligten hinreichend behandelt und diskutiert. Diese Fragestellungen spielen insofern eine Rolle bei dem Projekt und der entwicklungsbezogenen Zusammenarbeit, als alle Mitglieder in der Weiterentwicklung der Projektidee ein lokales Modell für den Umgang mit Armut sehen. Unseren Gästen wurde mit jedem Tag ihres Aufenthalts deutlicher, welche Bemühungen hinter der Fundraising-Kampagne für ihre Teeplantage stehen und wie dieses Bestreben sich in die vier Schwerpunkte des Indienprojektes einordnet:
  • direkte Zusammenarbeit mit AMS und ACCORD
  • Entwicklungsbezogene Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu Fragen wie weltwirtschaftliche Zusammenhänge und Analyse der Armutsursachen und Möglichkeiten der Armutsbekämpfung
  • Bildungsarbeit zu Situation und Kontext der Adivasi
  • Fundraising-Kampagne für die Teeplantage.

Die Adivasi hatten wiederum Gelegenheit Kontakt mit Menschen zu haben, die ähnliche Werte wie sie haben (z.B. was Gemeinschaft betrifft) und sich aus diesem Grund so für dieses Projekt einsetzen. Zu den wenigen schon bestehenden persönlichen Banden kamen weitere hinzu. Es wurde auch deutlich, daß es trotz Sprachschwierigkeiten (nicht alle Gäste konnten Englisch) möglich war, sich trotzdem durch Körpersprache zu verständigen, oder bei komplizierteren Themen war immer jemand zur Stelle, der ins Englisch, Tamil oder Malalayam übersetzte.

       Insgesamt war eine wichtige Erfahrung, daß Adivasi keine Schwierigkeiten haben, sich an eine fremde Umgebung zu gewöhnen. Es gab keine nennenswerten Kulturschocks für sie, da sie sich darauf eingestellt hatten, daß sie aus ihrer gewohnten Umgebung herauskommen würden.

       Es war wiederum sehr beeindruckend zu sehen, wie sie mit Worten und Gesten ihre Situation vor einem Publikum dargestellt haben. Das gibt uns große Hoffnung für künftige Verhandlungen, die sie selbst in die Hand nehmen werden.

       Die bedeutendste Folge dieser Begegnungsreise war für beide Seiten, daß es nunmehr einen ungleich größeren persönlichen Bezug zueinander gibt, der keinen Zweifel daran läßt, daß dieser Austausch weitergeführt wird. Der Besuch der Adivasi war wiederum ein wichtiger Schritt hin zu einer gleich berechtigten Partnerschaft, weil jetzt der Kontakt zunehmend mit diesen selbst erfolgt. Entwicklungspolitisches Lernen braucht den direkten Kontakt bzw. die direkte Auseinandersetzung mit Menschen verschiedener Kulturkreise. Solidarität aufgrund persönlicher Beziehungen ist hilfreicher als spendables Mitleid, bei dem die Helfer ihre Macht in verschleierter Form weiter behalten. Die Nacharbeit und Weiterarbeit ist beim Indienprojekt eingebettet in die regelmäßigen Wochenendsitzungen und Seminare, die alle 2 Monate stattfinden. Für das Jahr 2001 sind noch drei weitere Treffen geplant, auf denen wir weitere Planungsarbeit leisten werden.

6. Weiterarbeit


Um diese Partnerschaft auch auf einen regelmäßigen Informationsaustausch basieren zu lassen, wurde vereinbart, möglichst bald neue Kommunikationsmedien wie z.B. e-mail einzusetzen und den brieflichen Kontakt durch regelmäßige Informationsrundschreiben weiterzuführen und zu intensivieren. Es steht in naher Zukunft zu erwarten, dass der Adivasi Tee von der Madhuvana-Teeplantage und von der Adivasi Tea Leaf Marketing Soc. von der gepa im größeren Umfang nach Deutschland importiert werden wird.

       Unsere Gäste luden uns und besonders auch die Schüler/innen, von denen sogar zwei nach Schneeberg gereist waren, zum Abschluß zu einem Gegenbesuch in Gudalur ein.

       Im Juni 2003 findet in Berlin der nächste Kirchentag statt. Alle bestehenden Kontakte (Bundestag, MdBs, ESG, Aktion solidarische Welt, Heinrich Bäll Stiftung DW, Adivasi-Koordination, EZE, Einzelpersonen) werden weitergepflegt. Außerdem wird das Indienprojekt seine entwicklungsbezogene Arbeit fortführen und versuchen, neue Mitglieder dazuzugewinnen.

7. Kritische Bewertung


Finanzielle Schwierigkeiten gab es während der Rundreise keine. Es bedarf in unserem Projekt weiterhin einer hauptamtlichen Kraft, um die anfallende Arbeit voll leisten zu können.

8. Vorschläge an den ABP


Mari Thekaekara, Mitgründerin von ACCORD und Journalistin, hat nach der Rückkehr der ersten Adivasi-Delegation 1997 unter dem Eindruck der ersten Schilderungen die Idee geboren, ein Buchprojekt über die beiderseitigen interkulturellen Erfahrungen zu verwirklichen. “Das doppelte Auge” liegt nun gedruckt und gebunden seit März diesen Jahres vor. Das Buch bildet für die interessierte Öffentlichkeit eine Möglichkeit, ein weit differenzierteres Bild von einer solchen Begegnungsreise zu bekommen als ein Bericht dies leisten kann.


*****************

Online-Forum
 
 
 
 




Homepage der ESG/BRDDas Adivasi-Tee-Projekt ist eine AG der Bundes-ESG