Adventskalender bestellen & Adivasi unterstützen

Adventskalender 3

Adventskalender 1Adventskalender 4


Unterstützen Sie Adivasi-Familien beim Anbau von Gemüse

Erfahren Sie mehr über den Adventskalender 24 gute Taten und bestellen Sie ihn ganz leicht online:

mehr lesen & bestellen

 

Unser Adventskalender-Projekt:

1 Set Gemüsesamen für bessere Ernährung einer Adivasi-Familie:

Die Adivasi (Ureinwohner/innen) in den südindischen Nilgiris-Bergen leiden unter Mangelernährung. Dieses Vorhaben unseres indischen Partners Adivasi-Netzwerk AMS unterstützt Adivasi-Familien beim Anbau traditioneller Gemüse und Nahrungsmittel wie Spinat, Kürbis, Drumsticks, Yams, Bohnen etc. Die Familien erhalten ein Set mit Samen und personelle Unterstützung. Die Animator/innen des Adivasi-Netzwerks informieren über gesunde Ernährung. Sie kaufen, tauschen und ziehen Samen heran, geben die Samen-Sets an Interessierte aus und begleiten den Anbau.

 

Warum unser Adventskalender-Projekt notwendig ist:

Traditionell und bis vor wenigen Jahrzehnten aßen die meisten Adivasi in den südindischen Nilgiris-Bergen gar nicht viel Reis, sondern Hirse, Pilze, Blätter, Früchte und Wurzeln des Waldes, Honig und eiweißreiche Bienenlarven, Fische und Kleintiere. Doch das reichte für die Ernährung kaum aus; vor allem, da immer mehr Pflanzen verschwanden, Jagd den Adivasi verboten war und bis vor wenigen Jahren sogar das Sammeln von Waldprodukten unter Strafe stand. Viele Adivasi legten sich hungrig schlafen oder aßen die einzige Mahlzeit des Tages zur Nacht.

Heute ist Reis, das Hauptnahrungsmittel Indiens, auch das Grundnahrungsmittel der Adivasi. Subventionierter Reis ist sehr billig und auch unter den armen Adivasi kann sich heute jeder satt essen. Dabei ist Reis keineswegs gleich Reis, wie auch der Adivasi Kumaran dachte, Patient am Adivasi-Krankenhaus in Gudalur: Er verlangte nach seinem gewohnten Reis und wurde zwei Tage vertröstet, sich zu gedulden. Am dritten Tag war der Patient weg – die Krankenschwester lief ihm mit den Medikamenten in sein Dorf nach. Ihre Ernährung so einfach auf Neues umzustellen, das ist nicht typisch für die Adivasi. Die gute Tat wird zusammen mit den Adivasi neue Wege gehen – denn die Ernährung der Adivasi ist heute einseitig und viele Adivasi sind unter- und mangelernährt.

Für dieses Vorhaben lässt sich bei Traditionen der Adivasi anknüpfen - auch, wenn Gemüseanbau für die Adivasi als traditionelle Sammler/innen neu ist; auch, wenn manches verloren gegangen ist – Land der Adivasi, manche Pflanze und traditionelles Wissen: Als vor einigen Jahren der bekannte indische Umweltschützer Madhav Gadgil eine Waldsiedlung von Adivasi in den Nilgiris-Bergen besuchte, entdeckte er einen kleinen Garten mit einer erstaunlichen Vielfalt an wilden Pflanzen und Knollen und war sehr beeindruckt. Warum er all die Pflanzen gepflanzt habe, fragte er den Adivasi. „Warum? Weil ich sie brauche“, antwortete der.

Heute sind die indischen Ureinwohner/innen (Adivasi) in den südindischen Nilgiris-Bergen sind besonders unterernährt, denn sie sind besonders arm: Waldprodukte können für viele Adivasi keine Nahrungsergänzung sein, wenn ihre Häuser nicht direkt am Wald stehen oder sie traditionelles Wissen verloren haben. Mit geringer Bildung verdienen die Adivasi als Feldarbeiter oder Tagelöhner auf Plantagen und Baustellen zu wenig für eine gesunde Ernährung. Denn während arme Familien zwar von subventioniertem Öl, Mehl, Zucker oder Reis profitieren, sind Milchprodukte und Gemüse sehr teuer. Die Adivasi haben auch nicht genug Geld und Land für Tierhaltung oder Gemüseanbau und wissen zu wenig über gesunde Ernährung.

Dass die Adivasi besonders unterernährt sind, bestätigte das Adivasi-Krankenhaus in Gudalur mit einer Datenanalyse: Untergewichtig waren 17 % der Nicht-Adivasi, aber 46 % der Adivasi – von diesen waren 28 % extrem untergewichtig. Untergewicht kann zu einem schwachen Immunsystem führen, zu lebensbedrohlichen Situationen bei Infektionen,zu Osteoporose (Knochenschwund) selbst bei jungen Menschen, zum Ausbleiben der Menstruation bei Frauen, zu Schwangerschafts-Komplikationen, zu Entwicklungsstörungen bei Kindern.

Armut und mangelnde Bildung sind Hauptfaktoren für Unterernährung, auch dies zeigte die Studie des Adivasi-Krankenhauses: Von den Adivasi, die beim Adivasi-Krankenhaus oder bei der Adivasi-Organisation ACCORD angestellt waren, waren nur 15% untergewichtig (gegenüber 46 % der anderen untersuchten Adivasi) – davon war niemand extrem untergewichtig. Die angestellten Adivasi konnten sich genügend und gutes Essen leisten. Außerdem wussten sie über gesunde Ernährung Bescheid und gaben ihr Geld weniger für Alkohol und Zigaretten aus. Die Studie empfahl, Adivasi-Familien über gesunde Ernährung zu informieren und sie beim Anbau von Gemüse und Nahrungsmitteln zu beraten.

Genau dies soll jetzt mit dem Vorhaben passieren; ein kleines Pilotprojekt war erfolgreich.

 

Go to top